Rückenschmerzen durch Bewegung vorbeugen



Eigentlich wissen es alle, nur der "innere Schweinehund" will halt nicht aufgeben. Gemässigte Bewegung der Muskeln hält Sie locker und geschmeidig. Wer rastet der rostet, heisst es im Volksmund und jetzt hat die Wissenschaft das eindeutig bestätigt.


Die Ursachen unspezifischer Rückenschmerzen liegen daran, dass die meisten Menschen sich viel zu wenig bewegen. Sie sitzen vor dem Computer, starren auf den Bildschirm und schieben die Maus hin und her. Dabei sind die Schultern hochgezogen, die Muskeln in der gleichen Stellung gespannt. Termindruck führt zu weiterer Anspannung der Muskeln und sie beginnen zu schmerzen. Die Erklärung dafür ist einfach: „Muskeln sind nicht für kleine wiederholte Bewegungen gemacht“, sagt Professor Siegfried Mense von der medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Er forscht seit vielen Jahren zur Entstehung von Rückenschmerzen. Muskeln wollen sich in alle Richtungen dehnen, strecken und zusammenziehen. 
Irgendwann trifft es die meisten. 80 Prozent aller Menschen in Deutschland leiden einmal im Leben unter Rückenschmerz. 70 Prozent sogar einmal im Jahr.
Das Bindegewebe – Experten bezeichnen diese Strukturen als Faszien, sind dann meistens völlig verklebt Die Faszien bilden eine weiße, fast durchsichtige Hülle, die um Muskeln und Organe liegt, und laufen zwischen einzelnen Muskelfasern und unter der Haut. „Faszien bestehen aus Kollagen, Wasser, Zucker und Eiweißen“.
Alle Faszien bilden ein Netzwerk, welches sich durch den gesamten Körper zieht, ihm Struktur gibt. Muskelhüllen, Sehnen und beispielsweise die Schultergelenkkapsel sind aber keineswegs leblose Verpackung. „Die Faszien sind ein reichhaltiges Sinnesorgan für die Körperwahrnehmung“, sie stecken voller Rezeptoren. Wie kleine Antennen registrieren sie, wie sich der Körper gerade bewegt – beispielsweise ob wir die Hand zur Faust ballen oder auf einem Bein stehen – und reagieren auf jede Veränderung im Gewebe.
Normalerweise gleiten die verschiedenen Faszienschichten und die Muskeln aneinander vorbei. Ist man verklebt, gleitet nichts mehr. Leichte Verklebungen lassen sich durch Bewegung abbauen, je länger Faszien bewegungslos verharren, desto stärker verkleben sie mit der darunter liegenden Muskulatur oder benachbarten Faszienhüllen.
Die meisten Patienten mit unspezifischen Rückenschmerzen profitieren von mehr Bewegung im Allgemeinen und gezielten Bewegungstherapien. Alternative Therapien wie die "Bowen Technik" helfen verklebte Fazien zu lösen und die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen.
Ebenso dienen alle Übungen, die den gesamten Körper dehnen und die Faszien stimulieren. Dazu zählt Schwimmen oder Yoga, einfach alles was im Energiecamp beim DETOX & AKTIV- Urlaub angeboten wird.

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